Nationalpark OWL

Die Diskussion über den geplanten Nationalpark in OWL sind in den vergangenen Monaten sehr heftig geführt worden.

Der lippische Landrat Friedel Heuwinkel (CDU) plant die Einrichtung eines Nationalparks im Bereich Teutoburger Wald/Eggegebirge. Dieser soll dann in einem zweiten Schritt mit dem von Landesumweltminister Remmel (Grüne) forcierten Nationalpark in der Senne zu einem Großprojekt vereint werden. Es geht also darum, im Ergebnis einen großen Nationalpark in OWL zu errichten.

Die genannten Gebiete sind auch aus Sicht der FDP schützenswerte Bereiche. Insbesondere in der Senne sind zahlreiche Pflanzen- und Tierarten zu finden, die auf der „Roten Liste“ stehen und somit vom Aussterben bedroht sind. Allerdings ist bei einer sachlich, fachlichen Auseinandersetzung mit den Gegebenheiten der geplanten Gebietskulisse festzustellen, dass ein Nationalpark nach Bundesnaturschutzgesetzt nicht die richtige Schutzkategorie für diese Bereiche ist. Im Gegenteil: Sowohl der Teutoburger Wald/Eggegebirge, als auch die Senne sind Kulturlandschaften, die erst durch den fortgesetzten regelnden Eingriff des Menschen zu dem geworden sind, was wir heute unbedingt erhalten wollen und müssen. Ein regelnder Eingriff wie wir ihn heute haben, ist in gleichem Maße in einem Nationalpark nicht vorgesehen. Die Vorgaben eines Nationalparks würden die einzigartige Flora und Fauna gefährden. Insofern wäre ein Nationalpark an dieser Stelle ökologisch kontraproduktiv.

Auch wirtschaftliche Interessen sprechen gegen die Ausweisung eines Nationalparks in OWL. Im Teutoburger Wald/Eggegebirge haben wir eine hervorragend funktionierende Holz- und Forstwirtschaft. Auch das hat über viele Jahrzente zur Gestaltung der Region beigetragen.

Die Senne wird seit mehr als einhundert Jahren militärisch genutzt. Das hat den Erhalt und die Ansiedlung von Arten ermöglicht, die zum Teil nur noch hier zu finden sind.

Der beste Naturschutz für beide Gebiete ist die Nutzung in bisheriger Art und Weise!

Die FDP bezieht klar Stellung zu den Nationalparkplänen in OWL:

  • FÜR Naturschutz mit Augenmaß, der den Menschen als Teil der Natur nicht außer Acht lässt –
    Umweltschutz geht nur mit und nicht gegen den Menschen!
  • FÜR den Erhalt der durch menschliche Nutzung entstandenen Kulturlandschaft Senne mit  einem weiteren Vorrang für die bisherige Nutzung!
  • FÜR den dauerhaften Erhalt des Bundeswehrstandortes Augustdorf – auch als wirtschaftliche Kraft in der Region!
  • FÜR die weitere holz- und naturnahe forstwirtschaftliche Nutzung des Teutoburger Waldes!
  • FÜR die Einbeziehung der Bürger in so wesentliche Entscheidungsprozesse – keine Planung  über die Köpfe der Bürger hinweg!
  • FÜR einen sinnvollen Umgang mit Steuergeldern!